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Stand: 15.06.2016

Pressemitteilung

“Mir gefällt meine Arbeit“

Anita Engel (links) aus dem St. Barbara-Altenzentrum in St. Ingbert freut sich, wenn Azubi Hülya Mabika-Mboumba (Mitte) und Altenpflegerin Lena Bungert  ihr beim Essenanreichen behilflich sind. Anita Engel (links) aus dem St. Barbara-Altenzentrum in St. Ingbert freut sich, wenn Azubi Hülya Mabika-Mboumba (Mitte) und Altenpflegerin Lena Bungert ihr beim Essenanreichen behilflich sind. Caritasverband Speyer / Cornelia Jung

Das Caritas-Altenzentrum St. Barbara in St. Ingbert sucht Auszubildende im Pflegeberuf. Alten- und KrankenpflegerInnen unterstützen und pflegen Senioren, die im täglichen Leben nicht mehr alleine zurechtkommen. "Die richtige Einstellung und ein Mix aus Teamfähigkeit, Optimismus und emotionaler Stärke sollten für die Ausbildung mitgebracht werden, um der Arbeit mit Menschen im Schichtdienst gewachsen zu sein", sagt der Leiter des Altenzentrums, Paul Lösch.

Das nötige Fachwissen werde in Altenpflegeschulen vermittelt, die eng mit den Pflegeeinrichtungen zusammenarbeiten. "In einem ständigen Wechsel aus Schule und Praxis wird unseren Azubis gezeigt, wie Menschen gepflegt, begleitet und medizinisch versorgt werden", so Lösch. Obwohl es Auszubildende mit einer schulischen Ausbildung zu tun hätten, sei es eine Ausbildung, die über einen Klassenzimmer-Alltag weit hinausgeht. Als Altenpfleger arbeite man selbstständig und eigenverantwortlich. "Wir begleiten Menschen durch den Tag, überwachen ihren gesundheitlichen Zustand, unterstützen bei den Mahlzeiten und der täglichen Hygiene", beschreibt Paul Lösch, die Arbeit. "Darüber hinaus fällt eine Menge Arbeit bei der Planung der Abläufe und Dokumentation der Akten an. Auch darauf wird man vorbereitet."

Hülya Mabika-Mboumba beispielsweise ist im ersten Ausbildungsjahr und obwohl sie durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Probearbeiten im Caritas-Altenzentrum St. Barbara schon einige Erfahrungen mitbrachte, ist sie froh, ihre "tolle Praxisanleiterin" an der Seite zu haben. "Es ist ein Riesenunterschied zwischen Theorie und Praxis, denn wir haben es hier mit Bedürfnissen und Wünschen von echten Menschen zu tun", sagt die Praxisanleiterin Pervin Filiz des Caritas-Altenzentrums. Deshalb seien die Auszubildenden von Beginn an voll integriert, damit die Ausbildung auch die Arbeitsrealität abbilde. Der 32-jährigen Mabika-Mboumba, Mutter von drei Kindern, gefällt ihre Ausbildung, die Schichtarbeit allerdings weniger. "Wechselschichten muss man wollen, das ist eine große Herausforderung", weiß Lösch. Auch der zeitliche Druck sei für manchen Mitarbeiter enorm. "Die Mahlzeiten spielen in den Einrichtungen eine große Rolle, das Essenanreichen dauert aber mitunter sehr lange. Da ist Geduld gefordert und Zeit, von der man ja nicht so viel hat", beschreibt er.

Das schreckte aber Lena Bungert, die im Herbst 2016 ihre Ausbildung abschloss, nicht ab. Die 22-Jährige besuchte vorher die Sozialpflegeschule und absolvierte einen Probearbeitstag im Altenzentrum. So bekam sie Einblicke in die Altenpflege. "Mir gefällt meine Arbeit. Der Umgang mit älteren Menschen liegt mir und manchmal denke ich darüber nach, wie es mir selbst in einer bestimmten Situation gehen würde", sagt die junge Frau. Sie fühlte sich nach ihrer Ausbildung gut auf das Berufsleben vorbereitet: "Der Praxisschock blieb aus, und das, was man in der Schule gelernt hat, ging nicht am Arbeitsalltag vorbei."

Stichwort Altenpflege-Ausbildung:

In Seminaren und Übungen unterrichten staatlich examinierte Pflegekräfte und Lehrer in der Altenpflegeschule rund 4600 Stunden Theorie und Praxis. Man besucht die Schule blockweise, immer für mehrere Wochen am Stück. Die restliche Zeit verbringt man in seiner Ausbildungseinrichtung, also einer stationären, teilstationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung. Auch in geriatrische und gerontopsychiatrische Kliniken, die sich auf Menschen mit Gedächtnisstörungen spezialisieren, kann man als Pflegeschüler einen Einblick gewinnen. Wenn man optimistisch ist, Respekt vor anderen Menschen selbstverständlich ist und man gerne mit Menschen arbeitet, teamfähig und zuverlässig ist, könnte die Ausbildung das Richtige sein. Wer bereits eine Ausbildung im medizinischen Bereich gemacht hat, kann die Ausbildung auf zwei oder sogar ein Jahr verkürzen. Eine Ausbildung in Teilzeit, die sich auf bis zu fünf Jahre verlängert, ist auch möglich, was besonders für junge Eltern interessant ist. Die staatliche Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus insgesamt drei Prüfungen: eine schriftliche, eine praktische und eine mündliche. Hat man alle bestanden, kann man in den Beruf einsteigen. Nach ein paar Jahren kann man über eine Weiterbildung und einen beruflichen Aufstieg nachdenken. Ob als Wohnbereichsleitung, Pflegedienstleitung, Heimleitung, Lehrer für Pflegeberufe
oder ein Studium der Pflegewissenschaften - AltenpflegerInnen stehen alle Türen offen.

Auf einen Blick

Empfohlener Bildungsabschluss:
Mittlerer Schulabschluss (Alternative: Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Ausbildung in der Altenpflegehilfe)

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Arbeitszeit: Schichtdienst (möglich)

Ausbildungsvergütung: Zwischen 1040 und 1200 Euro brutto, je nach Ausbildungsjahr

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